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iPad mini 6 Testbericht nach 4 Wochen

Veröffentlicht am 15. Februar 2022
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Lange überlegt und dann doch bestellt

Ich habe ja schon sehr viele iPad Modelle besessen und kam immer wieder zu dem Punkt, dass das iPad von mir nicht wirklich benötigt wird. Ich habe mir oft einreden müssen, warum ich das iPad brauche, da ich eh schon ein iPhone und einen Mac besitze. Nun, im Winter 2021 kam nun das iPad mini 6 heraus und das hat einiges verändert, sogar auch für mich!

Das iPad mini hat nun zum Vorgänger keinen Home-Button mehr und ist nun wie die neuen iPad Pro Modelle und das neue iPad Air. Es hat runde Displayecken und bekam nun auch einen USB-C Anschluss, was einiges besser macht. Dann ist es nun auch so extrem leicht und hat einen Touch-ID-Button kombiniert mit dem Powerbutton statt dem Face-ID was positiv auffällt, besonders wenn man die Maske tragen muss. Das iPad wurde mit 64GB und 256GB herausgegeben und auch jeweils mit 5G Verbindung. Ich dachte mir, wenn ich schon das iPad nehme, dann aber auf jeden Fall die mit mehr Speicher, aber einen extra Datentarif wollte ich nicht zahlen, darum entschied ich mich für die die Variante ohne 5G.

Mein iPad habe ich dann endgültig bei Grover bestellt und es für 3 Monate-Mietdauer genommen. Bestimmt werde ich dann verlängern und es dann nach 2 Jahren für 1€ kaufen. (So geht das bei Grover). Mehr über Grover kann man hier erfahren.

 

Das iPad mit seinen Stärken und Schwächen

Ich habe das iPad immer schon geliebt, aber es gibt natürlich auch Dinge die ich nicht so mag. Fangen wir einmal mit den guten Dingen an:

Das iPad mini 6 ist großartig, weil:

  1. Es ist super als E-Book Reader! Ich lese dadurch auch wieder viel mehr und das ist ein großer Pluspunkt!
  2. Es ist wirklich leicht! Wenn ich es vergleiche mit den iPads die viel größer waren (12,9", 10,5" und 9,7"), dann ist es einfach der perfekte Kompromiss zwischen Größe und Gewicht. Es ist einfach so handlich, dass man sich nicht überlegt, ob man jetzt das iPad nimmt oder lieber das iPhone.
  3. Es ist ein sehr leistungsstarkes iPad! Es ist so kraftvoll wie das neue iPhone 13 Pro! Dieses Argument hat mich so überzeugt, dass ich das iPad mini 6 haben musste, denn es kann mit seiner Leistung echt überzeugen.
  4. Hochauflösendes Display! Ich bin sehr erfreut, dass es beim iPad möglich ist, alles verkleinert zu sehen und somit auf kleinem Platz mehr zu sehen ist. Also man bekommt eingentlich genau das auf den Bildschirm was das größere iPad unterbringt. Das gefällt mir sehr gut. Die Augen müssen da schon auch mitspielen, aber man kann die Schriftgröße generell einstellen und dann passt dann auch wieder für jeden.
  5. Telefonieren möglich! Wenn man ein iPhone dabei hat, aber nicht mit dem iPhone telefonieren will, geht das einfach über das iPad! Wenn man dann noch AirPods besitzt, ist es ideal. Man kann auch anrufe am iPad entgegennehmen.
  6. Mit Tastatur und Maus ist es noch besser! Ich habe eine Apple Maus und Tastatur, und wenn man mal mehr schreiben möchte, dann ist das eine perfekte Lösung! Man sollte aber nicht denken das iPad ersetzt den Computer, bzw. Mac. Das geht einfach nicht. 1. Der Bildschirm ist so klein, dass man beim permanenten Arbeiten Ermüdungserscheinungen bekommt. Dann spielt die Sitzergonomie auch noch mit und auf Dauer geht das iPad einfach nicht als Computerersatz, außer man schließt ihn an den Bildschirm via USB-C an, das ist dann recht praktisch. Dadurch dass das Seitenverhältnis mehr in Richtung 16:10 geht, ist es fast ideal mit externen Bildschirm zu arbeiten. Da ich einen 16:10 Bildschirm besitze, passt das fürs iPad mini 6 sehr gut.
  7. iPadOS 15 ist nun echt gut gelungen. Features wie Slit View und Slide Over machen das iPad um einiges Produktiver.

 

Die Schwächen vom iPad mini 6 sind:

  1. Akkulaufzeit ist etwas geringer, weil es auch kleiner ist. Das ist aber für mich kein großer Nachteil! Mit dem richtigen Ladegerät, kann das iPad sehr schnell wieder aufgeladen werden.
  2. Es gibt für das iPadOS leider nicht nicht die Native WhatsApp Version, daher muss man auf einen Drittanbieter-App zurückgreifen. Die beste App hierfür ist ChatMate. Sie ist geeignet für Slit View und Slide Over. Es gibt leider den Nachteil, dass man nichts an die App teilen kann, wie etwa ein Foto, einen Text usw. Man muss dafür immer in die App selbst gehen und den gewünschten Link, den Text oder das Foto einfügen. Das nervt leider etwas und macht das iPad deswegen weniger brauchbar, da viele Kommunikationen über WhatsApp laufen.
  3. Es gibt kein Swipe für die Tastatur, sondern nur für die kleine Tastatur, auch genannt "schwebende Tastatur" die durch zusammenziehen der normal breiten Tastatur auftaucht.
  4. Es gibt noch immer keine vernünftige Dateiverwaltungs-App in iOS15 fürs iPad.
  5. Es gibt leider auch noch nicht eine Funktion die es erlaubt einen externen Bildschirm als Erweiterung für das iPad zu nutzen, sowie die Apps auch im Fenster-Modus zu verwenden. Ich hätte schon echt gerne dieses Feature gehabt. Android hat es geschafft es umzusetzen. Ob es für das iPad jemals kommen wird, ist fraglich.

 

Was das iPad nicht ersetzen kann:

Das iPad ist nicht dafür ideal seinen Mac zu ersetzen, wenn man professionelle Arbeit auf ihm durchführen will, wie etwa, Grafikdesign, Fotobearbeitung, Videoschnitt etc. dann geht das vielleicht, aber man ist am Mac einfach deutlich schneller. Es gibt immer wieder Dinge, die das iPadOS 15 nicht kann, was macOS aber schon kann. Eines,was mich immer wieder erkennen lässt, dass ich viel langsamer am iPad bin, ist die Tatsache, dass ich mit dem "Finder" vom Mac so gut arbeiten kann und dass ich auf dem iPad mich sehr unfähig fühle, die Dateien aus den diversesten Apps ordentlich zu speichern und zu verwalten, so wie es am Mac möglich ist. Prinzipiell liegt es wohl nur an der einen Sache: der fehlende FINDER am iPad, mit den selben Funktionen wie es der Mac hat. Dadurch dass das iPad zwar den Bildschirm auf einen externen Monitor spiegeln kann, ist es besser als nichts, ist aber auch nicht das Wahre für wirkliche Produktivität. Es wäre halt schön wenn das möglich gemacht wird, so wie einen Finder wie am Mac für das iPad zu bekommen, sowie den produktivitätsorientierten Desktopworkflow wie am Mac. Diesen vermisse ich echt, aber das ist nur deswegen, weil man das iPad wie einen Computer nutzen will.

 

Empfohlenes Zubehör

Ein iPad ist mit seinem Zubehör noch besser und macht es fast vollkommen. Was mir als wichtiges Zubehör erscheint, ist folgendes:

  • Apple Pencil
  • eine Hülle aus Silikon, oder das Apple Smartcase
  • einen Bluetooth Tastatur zum zuklappen, oder eine flache Tastatur die man auch abdrehen kann, damit das iPad ohne Tastatur über die Software-Tastatur bedienbar ist
  • Dann würde ich empfehlen, einen USB-C Bilschirm Adapter zu kaufen, einen USB-C Verteiler, oder einen USB-C Hub mit mehreren Anschlüssen
  • eine externe SSD wäre auch super
  • eine Powerbank mit 10.000 oder 20.000mAh sind dann eine perfekt Abrundung für das eigene iPad mini 6

Fazit

Das iPad ist ein tolles Gerät, das kaum Nachteile bzw. Schwächen aufweist. Und die meisten kommen davon, dass das iPadOS 15 noch nicht so ausgereift ist, dass es auch für professionelle Arbeit genauso schnell nutzbar ist, wie ein Mac. Es müsste da vielleicht ein iPadProOS geben oder so ähnlich. Die Power hat das iPad allemal und sollte hoffentlich mit iPadOS16 effizient ausgeschöpft werden.

Ich habe die Hoffnung zwar nicht aufgegeben dass es einmal passiert dass das iPad auch für Profis 100% nutzbar ist, aber wenn man das nutzt, was man jetzt hat, es ist definitv ein super tolles Gerät fürs Organisieren, Kalender, Bücher lesen, Web browsen, Videos ansehen, Tutorials ansehen, Wörterbücher nutzen, unterwegs schnell eine Promo machen, Notizen machen etc.

 

Was ich noch abschließend sagen kann:
Das iPad ist nur so gut, wie seine Apps und sein Speicherplatz 😂

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Michael Blechinger
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